Electra, AVIA Volt, Fastned und Ionity haben gemeinsam einen offenen Brief an den Bundesrat formuliert. In diesem weisen sie darauf hin, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz stärker wettbewerbsorientiert gestaltet werden sollte. Im Fokus steht insbesondere die heutige Doppelrolle von Gemeinden und Verteilnetzbetreibern, die gleichzeitig als Regulatoren und Marktteilnehmer auftreten. Dies führt gemäss den Unterzeichnenden zu Interessenkonflikten, erschwert privaten Anbietern den Marktzugang und kann Investitionen bremsen.

Konkret identifizieren die Unternehmen drei zentrale Herausforderungen: eine unzureichende Schnellladeinfrastruktur insbesondere in urbanen Gebieten, hohe Ladepreise sowie eine mangelnde Nutzerfreundlichkeit und Transparenz. Als wesentliche Ursache sehen sie die Beteiligung von Verteilnetzbetreibern am wettbewerblichen Lademarkt, die zu potenziellen Quersubventionierungen und damit zu einem verzerrten Wettbewerb führen kann.

Gewünscht wird deshalb eine klare Entflechtung von Netzbetrieb und Ladeinfrastruktur, mehr Transparenz bei Netzanschlüssen sowie offene Standards bei Bezahlung und Datennutzung. Ziel ist ein fairer Wettbewerb, der Innovation fördert, private Investitionen ermöglicht und den Ausbau eines leistungsfähigen, kundenorientierten Ladenetzes beschleunigt.

Share.

Comments are closed.

© 2026 Unternehmer News, ein Teil der First Consulenza AG. Alle Rechte vorbehalten.
Exit mobile version