Zürich. Das Zürcher Label Hockerty hat Gianluca Vacchi für ein internationales Modemagazin eingekleidet – hellrosa Leinen-Zweireiher, blaue Leinen-Field-Jacket, beide nach Mass. Vermessen wurde der Unternehmer und Social-Media-Star dabei nie.
Das Mass als Rechenaufgabe
Grösse, Gewicht und Alter genügen Hockerty. Ein digitales Körperprofil schätzt daraus dreizehn Masse, von der Schulterbreite bis zur Schrittlänge – auf Basis anonymisierter Daten aus Hunderttausenden Bestellungen über mehr als ein Jahrzehnt.
An einem 3D-Abbild sind die Werte vor dem Kauf einzeln korrigierbar und um Fotos ergänzbar; das Profil bleibt gespeichert. Bei Vacchi war es genauso – ohne Anprobe, ein Exemplar je Stück.

Vacchis Fazit
Fotografiert für XMAG nahe Bologna, im rosa Zweireiher am Lavendelfeld: „Zum ersten Mal trage ich etwas, das nicht mir gehört, aber es gefällt mir, es ist, als wäre es mir auf den Leib geschneidert.“ (im Original auf Spanisch)
Erst gestalten, dann messen
Die Gestaltung kommt zuerst. Der 3D-Konfigurator führt vom Stoff – Loro Piana, Vitale Barberis Canonico, F.lli Cerruti – über Schnitt, Revers und Taschen zu Futter, Knöpfen, Nähten und Initialen. Die virtuelle Anprobe zeigt den Look vorab.
Fertigung nach Bestellung
Keine Lagerware: zugeschnitten nach dem Kauf, genäht in Shanghai, Schuhe in Spanien. Rund zwei Wochen in die Schweiz, der rosa Leinen-Blazer für CHF 337. Die Perfect Fit Guarantee sichert die Passform. Seit 2008 mit Teams in Zürich, Barcelona und Shanghai steht Hockerty für ein Mass, das aus drei Zahlen entsteht.


